Hands Off! in Chaoshausen - Tag 56: Radfahrunterricht

 

 



Die Zerstreuung scheint den Sims wirklich geholfen zu haben. Die Trauer über den Verlust Andromedas und Tanyas ist zwar nicht vergessen, aber leichter zu ertragen geworden. Cyneric ist sogar nett zu dem roten Plüschdrachen. Sowas sieht man selten.



Yvain konnte sich in der Zwischenzeit auch ausruhen und hat seine Krankheit größtenteils überwunden. Dafür ist er jetzt tatsächlich in eine Midlife-Crisis gerutscht und hat plötzlich das Bedürfnis, Babys zu machen und zu heiraten. Dass er dabei die ganze Zeit den Besen anstarrt, gibt mir allerdings Bedenken. Ich meine, ich weiß ja, dass Yvain bisher Pech mit anderen Sims hatte und das Putzen liebt, aber ich hoffe trotzdem, dass er sich das nochmal überlegt.



Vor allem, wenn man bedenkt, was diese Art von Krise mit Wilma angestellt hat! Und die arme kleine Daisy muss das jetzt ausbaden. Sie wurde schon wieder von ihrer Mutter aus dem Babyzimmer geholt, nur um auf dem Steinboden nahe der Haustür abgelegt zu werden. Also irgendwas übersehe ich da doch mit diesem Stück Boden! Was macht das nur so besonders?



Zum Glück überlegt Wilma es sich doch nochmal anders und hebt ihre Tochter schnell wieder auf, als plötzlich ein wütender Geist zur Haustür hereingeschwebt kommt. Das ist doch der arme Kerl, den Diane auf dem Gewissen hat. Was will der denn hier?



Ah. Fernsehen. Natürlich.



Er ist aber nicht der einzige Besucher aus dem Jenseits heute. Yvain konnte sich endlich vom Anblick dieses wohlgeformten Besens losreißen und wollte gerade ins Bett gehen, aber irgendwie fühlt er sich verfolgt. Wird er jetzt auch noch paranoid?



Zu seinem Glück ist Geisterandromeda ziemlich gut gelaunt und will auch gar nichts von ihm. Sie wurde vielmehr von den Stimmen aus dem Keller angelockt. Ausgerechnet. Xanti und Cyneric sitzen hier zusammen und reißen Vampirwitze.



Andromeda ist ja wirklich schnell über ihr verfrühtes Ableben hinweg gekommen. Sie nutzt diese Gelegenheit sogar, um ein neues Hobby zu beginnen. Zu Lebzeiten hat sie sich ja nie für das Klavier interessiert.



Brienne schläft natürlich auch nicht. Sie isst lieber ungesunden Süßkram in der Küche und schwärmt dann dem fremden Geist davon vor. Das ist nicht nett. Der schmeckt das doch gar nicht mehr.



Entsprechend fällt auch seine Reaktion darauf aus. Sei lieber vorsichtig, Brienne! Der Kerl war mal ein Zauberer, wer weiß, was der jetzt als Geist so alles anstellen kann.



Ich glaube, Yvain ist das Bett im Kinderzimmer tatsächlich zu unbequem geworden. Er hat sehr lange darin geschlafen, aber jetzt scheint er mit seiner Schwester getauscht zu haben. Zoe schläft im Kinderzimmer und Yvain dafür in einem der großen Betten.



Dem fremden Geist wird es mit Brienne irgendwann zu dumm. Außerdem bemerkt er etwas Interessanteres. Ein paar regelrecht…ähm…”zauberhafte” Klänge locken ihn in den Keller. Über Musikgeschmack lässt sich wohl streiten, aber ihm gefällt Andromedas Geklimper gut genug, dass er anfängt dazu zu tanzen.



Am frühen Morgen sehe ich nach Daisy, weil sie wieder einmal wütend ist. Diesmal allerdings nicht, weil sie hungert. Wilma hat es doch tatsächlich endlich geschafft, ihre Tochter zu füttern. Da ist sie sogar ganz alleine drauf gekommen! Es geschehen also doch noch Wunder. Wenn sie es jetzt noch schafft, Daisy an einem angemessenen Schlafplatz abzulegen…



Wilma, ich bin stolz auf dich! Wirklich. Das hättest du von Anfang an so machen können.



Yvain kocht sich heute mal Frühstück am Grill. Das Ergebnis ist leider nicht gerade berauschend. Vielleicht sollte er sich einen Partner suchen, der gut kochen kann. Der Besen kann das sicher nicht. Die Mikrowelle dagegen…hmm…



Xanti nutzt die letzte Stunde vor Sonnenaufgang dazu, Cyneric das Radfahren beizubringen. Die Zeit wird allerdings schnell knapp, ich sehe schon die ersten Funken fliegen.



Das merkt Xanti auch schnell. Cyneric ist ihm trotzdem dankbar für den Unterricht.



Wenigstens hat Xanti diesmal nicht gewartet, bis er kurz vor dem Verbrennen ist, sondern rechtzeitig das Ganze abgebrochen. Eine Runde Schlaf hat er sich jetzt definitiv verdient.



Cyneric ist auch müde, immerhin hat er die ganze Nacht nicht geschlafen. Blöd nur, dass er zur Schule muss.



Für Brienne gilt das ebenfalls, aber im Gegensatz zu Cyneric lässt sie sich dadurch nicht von ihrem Nickerchen abhalten. Typisch.



An diesem Vormittag passiert etwas, das hier schon lange nicht mehr passiert ist: Alle Sims, die nicht bei der Arbeit oder in der Schule sind, schlafen, und die Zeit springt in den Turbomodus.



Das ändert sich erst, als Wilmas Magen so laut knurrt, dass sie nicht mehr schlafen kann. Gut, dass das Frühstück schon bereit steht.



Die Qualität dieses Frühstücks kann leider nicht überzeugen. Na, zumindest füllt es Wilmas Magen. Das nächste mal sollte der Koch besser frische Zutaten aus dem Garten verwenden. Vielleicht kann Wilma ihre Familie ja dazu bewegen, das zu tun, indem sie die frisch geernteten Kräuter und Pilze einfach in den Kühlschrank legt.



Ihre Arbeit im Garten inspiriert Wilma so sehr, dass sie auf dem Weg aus der Küche gleich mit dem Bonsai weiter macht. Leider ist sie dabei ein klein wenig übereifrig. Na, macht nichts, das wächst nach.



Ich glaube, die Sims haben mitbekommen, wie sehr ich mich darüber ausgelassen habe, wie sie Daisy behandeln. Kaum, dass die Kleine am Mittag aufwacht, steht auch schon Xanti bereit, um ihr die Windeln zu wechseln. Gut so.



Und das, obwohl er zimperlich ist und dreckige Windeln wahnsinnig ekelig findet. Dreckige Windeln an kleinen Kindern findet er aber sogar noch schlimmer und hinterher ist er einfach nur froh, dass er jetzt wieder mit einem sauberen Baby kuscheln kann. Daisy sieht das genauso.



Sobald Xanti fertig ist, übernimmt Wilma wieder. Sie will heute ein bisschen Bauchzeit mit Daisy verbringen, immerhin hat sie bislang kaum Meilensteine erreicht, obwohl sie morgen schon zum Kleinkind wird. Daisy ist von dieser Idee weniger begeistert. Sie wäre lieber erst mal gefüttert worden.



Etwas später am Mittag kommen Zoe, Yvain und Cyneric nach Hause. Letzterer schläft quasi im Stehen. Ich denke, ich weiß genau, was der als nächstes macht.



Ich habe richtig geraten. Er geht dazu sogar ins Bett! Guter Junge.



Statt der normalen Hausaufgaben hat Cyneric heute ein Schulprojekt mit nach Hause gebracht. Ich bin mal gespannt, ob er es schafft, das ganz alleine fertigzustellen….oder zumindest anzufangen. Jedenfalls steht es so sehr im Weg, dass man es eigentlich gar nicht vergessen kann.



Briennes Antwort auf Zoes Frage, wo denn ihr Schulprojekt wäre, gefällt dieser gar nicht. Hat ihre Tochter etwa schon wieder die Schule geschwänzt? Wie soll aus diesem Kind nur jemals etwas werden?



Irgendwie muss Zoe das doch in den Griff bekommen können. Vielleicht wissen andere Eltern im Internet ja Bescheid. Leider ist sie im Augenblick so aufgebracht, dass sie anfängt, mögliche Helfer nur zu provozieren, statt ordentlich nach Rat zu fragen.



Brienne ist das zwar schon irgendwie peinlich, allerdings auch nur ganz kurz. Statt weiter darüber nachzudenken, zieht sie sich mit dem Plüschdrachen in ihre Fantasiewelt zurück. Der wurde heute so gut von den Kindern behandelt, dass er sogar die Augen öffnet!



Um das Abendessen will sich heute auch Yvain kümmern. Dass er dazu wieder am Grill steht statt an der Mikrowelle, wundert mich aber. Nimmt die Mikrowelle es ihm übel, dass er ihr mit dem Grill fremdgegangen ist? In diesem Fall bleibt ihm wohl kaum eine andere Wahl. Der Herd wird ihn mit Sicherheit auch nicht ranlassen, schließlich sind der und die Mikrowelle schon lange unzertrennbar und stecken entsprechend unter einer Decke.



Kaum, dass die Sonne hinterm Horizont verschwunden und Cyneric aufgewacht ist, überredet Xanti ihn zu einer weiteren Runde Radfahrunterricht. Cyneric ist zwar nicht besonders gut gelaunt, weil sein Schultag heute wirklich anstrengend war, aber vielleicht bringt ihn das ja auf andere Gedanken.



Xanti ist so damit beschäftigt, darauf zu achten, dass Cyneric nicht umkippt, dass er gar nicht bemerkt, wie sein Bruder sich dem Haus nähert.



Gut, dass Yvain gerade in der Nähe ist, um Vergil ins Haus zu lassen. Auch wenn es so aussieht, als wäre er gerade auf dem Weg ins Bett gewesen.



Wie auch schon seine Tochter heute Nacht, setzt Vergil sich an das bislang vernachlässigte Klavier. Er sieht nicht glücklich aus dabei. Mochte er Andromeda am Ende etwa doch und das ist jetzt seine Art, um sie zu trauern?



Nach dem Radfahrtraining ist Cyneric so müde, dass er sofort ins Bett geht. Das gilt für den Großteil des Haushaltes. Vor allem Brienne ist auch müde, gleichzeitig ist sie aber so aufgekratzt, dass sie im Leben nie jetzt einschlafen könnte und ihren Onkel steckt sie gleich mit an. Oder lachen die beiden nur darüber, dass sie es irgendwie geschafft haben, beide hintereinander ausgerechnet in dem Badezimmer Teller abspülen zu wollen, in dem Xanti gerade ein Nickerchen in der Badewanne macht?



Das geht noch eine ganze Weile so weiter, bis Brienne schließlich doch zu müde wird und sich in den Whirlpool zurückzieht. Jetzt ist Yvain auch zu energiegeladen, um schlafen zu können, also kann er eigentlich auch eine Runde aufräumen. Er nimmt sich einen der dreckigen Teller, die auf dem Beistelltisch herumliegen und geht damit zielsicher schon wieder zu Xanti…



Wird dieser Teller jemals gespült werden?

Geht Brienne morgen in die Schule?

Wie lange wird Cyneric brauchen, bis er alleine radfahren kann?

Und fand der fremde Geist Andromedas Klavierspiel wirklich gut, oder wollte er nur höflich sein?


Wir werden sehen…

 

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