Xanti trommelt tatsächlich noch kurz vor Mitternacht den Rest des Haushaltes zusammen, um gleich nach Granite Falls aufzubrechen. Oder zumindest würde er das gerne. Zwei Haushaltsmitglieder fehlen noch.
Die befinden sich im Keller. Cyneric ist immer noch so aufgebracht von seinem Gespräch mit Jared, dass seine Nerven mit ihm durchgehen und er kurzerhand Yvain anfällt. Das ist nicht gut. Ganz und gar nicht. Ich hoffe, er kann sich wenigstens einigermaßen zurückhalten. Das ist schließlich das erste Mal, dass er jemanden beißt.
Nachdem er mit ihm fertig ist, kippt Yvain um. Glücklicherweise scheint er nur bewusstlos zu sein. Cyneric wirkt dagegen ziemlich genervt. Irgendwie hatte er sich das besser vorgestellt. Seine Laune hat sich dadurch jedenfalls nicht geändert. Der Rest der Familie sollte in nächster Zeit wohl einen gewissen Sicherheitsabstand zu ihm wahren.
Die anderen scheinen davon aber gar nichts mitbekommen zu haben. Nur eine Person hat etwas gemerkt. Eine, die durch Wände gehen kann und in Zukunft so schnell wohl nicht mehr gut auf Cyneric zu sprechen sein wird. Dass ausgerechnet Andromeda sich in der Nähe aufhalten musste, ist natürlich Pech für ihn, aber wenigstens kann sie die anderen Familienmitglieder vor ihm und seiner Laune warnen.
Als Yvain wieder zu sich kommt, weiß er zunächst gar nicht, was passiert ist. Erst, als er im Spiegel die Löcher in seinem Hals sieht, kommt ihm ein Verdacht.
Dieser Verdacht wird sehr schnell zu Panik und einem sehr starken Bedürfnis, sich irgendwo zu verstecken. Yvain erinnert sich noch sehr gut daran, was damals mit Andromeda passiert ist und jetzt wurde er auch noch gebissen? Das hat er bestimmt nur überlebt, weil er als Soldat in allerbester körperlicher Verfassung ist. Nochmal will er trotzdem nicht von einem Vampir ausgesaugt werden.
Cyneric sieht, trotz seiner miesen Laune, ziemlich schnell ein, dass er Mist gebaut hat und wendet sich an die einzige Person im Haushalt, die er in so einer Situation um Rat beten könnte. Xanti ist auch gar nicht sauer auf ihn und reagiert verständnisvoll. Er will versuchen, Cyneric dabei zu helfen, seine Emotionen und Instinkte in den Griff zu bekommen.
Der Plan mit dem Urlaub steht trotzdem noch und jetzt, wo Xanti die verbliebenen Haushaltsmitglieder endlich gefunden hat, können sie auch aufbrechen. Yvain weiß noch nicht, ob er sich wohl damit fühlt, mit den Vampiren zu verreisen, aber irgendjemand muss Zoe, Brienne, Daisy und Emily ja beschützen.
Kaum, dass der Haushalt in Granite Falls angekommen ist, hat Yvain schon wieder mit Blutsaugern zu kämpfen. Gut, dass sie nicht geplant haben, in Zelten zu übernachten, sondern in einem Ferienhaus. Natürlich fällt der Preis für diesen Kurzurlaub dadurch ein bisschen höher aus, aber auch dafür hat Xanti bereits einen Plan parat. Einen, mit dem er gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt. Er hat einfach Vergil gefragt, ob der auch mitkommen will, zusammen mit seinem Mann und seinem Hund, natürlich.
Vergil findet die Idee gut und sagt zu. Einen Urlaub könnte er auch mal gebrauchen und gemeinsam mit seiner Familie zu verreisen klingt nach Spaß. Wie in alten Zeiten. Er und Lars treffen die anderen also in ihrem Ferienhaus in Granite Falls.
Daisy findet es klasse, dass Vergils Hündin Mara auch mitgekommen ist und stellt sich ihr gleich mal vor. Am liebsten hätte sie ja ein eigenes Haustier, aber so überfordert, wie der Haushalt schon mit sich selbst ist, ist das vielleicht nicht die beste Idee. Vielleicht kann sie die anderen ja zu etwas Kleinem überreden, einem Hamster oder so.
Cyneric hat ein ziemlich schlechtes Gewissen und hält sich nach der Ankunft erst einmal fern vom Rest der Familie. Er wandert bis zum Morgengrauen lieber alleine im Wald umher und macht sich mit der hiesigen Pflanzenwelt vertraut. Wilma hätte das bestimmt gefallen.
Während er nicht da ist, traut Yvain sich dann auch etwas zu essen. Er kann die Stärkung jetzt gut brauchen und irgendjemand hat ein paar Früchte gegrillt. Ein Stück Fleisch wäre ihm zwar lieber, aber er nimmt, was er bekommen kann. Selbst zu kochen wird für ihn dieses Wochenende leider schwierig, das Ferienhaus hat keine Mikrowelle.
Mara ist es egal, was da vom Grill kommt, hauptsache Essen. Sie bettelt jeden an, der mit einem Teller in ihrer Nähe vorbeikommt. Vergebens.
Gut, Yvain und Zoe haben gerade auch wirklich andere Dinge im Kopf. Yvain ist immer noch völlig durch den Wind und Zoe versucht ihr Möglichstes, ihren Bruder zu beruhigen, ohne dabei selbst durchzudrehen.
Gleichzeitig traut Cyneric sich kaum ins Haus zu den anderen, selbst, nachdem die Sonne aufgegangen ist. Das führt dazu, dass er irgendwann vor sich hin brutzelnd draußen auf einer Bank seine Hausaufgaben macht, statt sich in Sicherheit zu bringen.
Währenddessen legen sich Zoe und Yvain nach dem Grillfrüchtefrühstück eine Runde ins Bett. Sie waren fast die ganze Nacht wach, das sind sie beide nicht gewöhnt und wenn sie noch etwas von ihrem Urlaub haben wollen, sollten sie sich erst mal ein bisschen ausruhen. Erholung gehört schließlich auch mit dazu.
Leider hält dieser Zustand nicht lange an, da platzt plötzlich Cyneric ins Zimmer und dreht die Musikanlage dort voll auf. Es ist ja schön, dass er inzwischen den Weg ins Haus gefunden hat, aber muss das denn jetzt sein?
Brienne hat vorhin schon ein Nickerchen im Mondlicht gemacht und obwohl sie noch ein bisschen mehr Schlaf vertragen könnte, hat sie darauf gerade so gar keine Lust. Viel lieber spielt sie mit Lars Hufeisenwerfen. Ich hoffe, sie vergisst nicht, dass sie im Haus noch eine Tochter hat.
Emily könnte nämlich ganz dringend etwas zu Essen vertragen. Sie hat vorhin sogar schon mit Maras gefüllter Futterschüssel geliebäugelt.
Bevor sie sich an dem Hundefutter zu schaffen macht, wird Emily aber schon von ihrer Oma geschnappt und mit dem Fläschchen gefüttert. Ist vermutlich auch besser für sie.
In der Zwischenzeit hat Vergil sich zu Lars und Brienne gesellt. Der ist mit dem Kopf schon so sehr im Urlaub, dass er nicht einmal auf die Idee kommt, seinen Schlafanzug auszuziehen. Wozu auch? Der ist ja bequem und wenn er nirgendwo hin muss…
Mittags weiht Cyneric dann endlich mal ein anderes Familienmitglied in seinen tollen Plan ein. Heute ist Gruselfest und Cyneric hatte die Idee, wenn sie sich schon in einer (zugegeben, ziemlich großen) Hütte im Wald befinden, dann wäre das doch ein tolles Setting, um mal eine gruselige Kostümparty zu veranstalten, oder? Er würde auch nur so ein, zwei oder zehn Teenager aus seiner Schule einladen. Xanti findet die Idee an sich gut, hofft aber, dass Yvain dabei nicht endgültig durchdreht.
Außerdem hat der kleine Windelpupser heute Geburtstag, eine Feier wäre also ohnehin angesagt. Nach einem ausgiebigen Bad, versteht sich.
Während Brienne sich um ihre Tochter kümmert, widmet Cyneric sich wieder seinen Hausaufgaben. Er hat da noch ein paar Fragen und Xanti hilft ihm gerne dabei. Etwas, das Yvain gar nicht gerne mit ansieht. Die beiden Langzähne planen doch bestimmt irgendwas.
Außer der Party hat Cyneric zwar nichts geplant, allerdings zieht es ihn nach Abschluss seiner Hausaufgaben trotzdem wieder nach draußen. Er hat sich gerade wirklich schlecht im Griff und hätte fast einen anderen Urlauber angefallen, wäre die Sonne ihm da nicht in die Quere gekommen. Der blonde Mann da hat ja keine Ahnung, was für ein Glück er hat.
Natürlich ist es äußerst fragwürdig, in diesem Zustand auch noch Gäste einzuladen, aber der Jungvampir lässt sich davon nicht abbringen. Vielleicht kann er das seinen Altersgenossen ja als Spezialeffekt von seinem Kostüm verkaufen oder so. Was wäre schließlich eine Gruselparty ohne eine ordentliche Portion Grusel? Ich verstehe nur noch nicht so ganz, wie die Funken genau zu seinem Kostüm passen.
Daisy fragt ihn ganz direkt, ob er versucht hat, sich als aktives Opfer einer Hexenverbrennung zu verkleiden und erntet dafür einen kleinen Stoß vor den Kopf. Nur einen sanften allerdings, zumindest für Cynerics aktuelle Stimmung. Er ist immer noch sauer wegen Jared. Hoffentlich taucht der auf, dass er es ihm so richtig zeigen kann. Eingeladen ist er jedenfalls.
Vergil hat sich freiwillig gemeldet, das Catering zu übernehmen. So spart der Haushalt ein bisschen Geld und eigentlich kocht er auch ganz gern. Lars befürwortet das Ganze. Er hat sich auch extra als Cheerleader verkleidet, um seinen Mann dabei anzufeuern.
Alleine bleibt er dabei trotzdem nicht lang. Zoe, die sonst bei Feiern ja gerne mal das Kochen übernimmt, schaut Vergil über die Schulter und erinnert ihn daran, dass er darauf achten sollte, dass der Kuchen laktosefrei ist, wegen Cyneric. Währenddessen kocht Cyneric im Hintergrund Makkaroni mit Käse…
Im Laufe des späteren Nachmittags trudeln dann so langsam die eingeladenen Gäste ein und sogar Jared lässt sich blicken. Er scheint bei bester Laune zu sein, aber eigentlich sollte mich das nicht wundern. Er steht ziemlich auf Gruselpartys und nutzt gerne jede Gelegenheit, um sich sein Sensenmannkostüm anzuziehen.
Während ich die Sims beim Tanzen beobachte, höre ich plötzlich ein verdächtiges Geräusch. Dann bemerke ich einen Tumult. Oh nein….Cyneric, hast du etwa schon wieder jemanden gebissen? Nur, weil eine der Gäste ein Hotdogkostüm trägt, gibt dir das nicht das Recht, sie anzuknabbern!
Xanti hat das ebenfalls mitbekommen und zieht Cyneric in ein Nebenzimmer, um mit ihm zu reden. Diesmal ist er nicht mehr so geduldig mit ihm. Cyneric mag zwar glücklicherweise niemanden umgebracht haben, aber wenn er so weiter macht, ist es nur eine Frage der Zeit, bis das doch noch passiert. Er sollte sich also ganz dringend endlich zusammenreißen, wenn er keinen Maulkorb verpasst bekommen will.
Zur Sicherheit der Gäste hat Cyneric für den Rest des Abends Zimmerarrest. So viel zum seinem Plan. Xanti hält es aber für sicherer so und hat dem Teenager genug Trinkpäckchen dagelassen, dass er auf gar keinen Fall verhungert. Jetzt soll er erst einmal darüber nachdenken, was er getan hat. Und das alles nur, weil jemand einen dummen Witz übers Telefon gemacht hat.
Yvain ist so jedenfalls deutlich entspannter und zeigt seiner Großnichte ihren Geburtstagskuchen, sobald dieser fertig ist. Emily sind die brennenden Kerzen ein bisschen suspekt, aber die gehören eben dazu.
Nachdem Yvain ihr gezeigt hat, wie man die Kerzen ausbläst, findet sie das Ganze plötzlich ziemlich lustig und wächst zu einem anhänglichen Kleinkind heran. Ein Charakterzug, der mich kein bisschen wundert. Sie wurde zu oft alleine gelassen und ignoriert, aber jetzt kann sie den Erwachsenen überall hinterherrennen!
Ihre neue Beweglichkeit nutzt Emily gleich dazu, sich ein Stück Kuchen zu schnappen. Sie ist die ganze Zeit schon sehr hungrig. Ab sofort kann sie sich zum Glück selbst füttern. Vorausgesetzt natürlich, es steht irgendwo etwas Essbares herum.
Abgesehen von Cynerics kleinem “Ausrutscher”, ist die Party tatsächlich ein Erfolg. Gegen Mitternacht befinden sich so ziemlich alle Haushaltsmitglieder und Gäste im Wohnzimmer und essen, Tanzen, unterhalten und amüsieren sich. Alle außer dem Gastgeber.
Als die Gäste sich schließlich verabschieden, hat Cyneric es zumindest geschafft, sich ein bisschen mit dem Spiegel zu unterhalten, statt ein Trinkpäckchen nach dem anderen zu schlürfen. Aufgebracht ist er trotzdem noch. Mal sehen, ob ich ihn morgen wieder rauslassen kann, oder ob er den Rest des Urlaubs in seinem Zimmer verbringen muss.
Hat diese Party jetzt Cynerics Ruf verbessert oder verschlechtert?
Kommt Emily darüber hinweg, ein vernachlässigter Säugling gewesen zu sein?
Wird Yvain jemals wieder einem Blutsauger über den Weg trauen?
Und kann Daisy ihre Familie davon überzeugen, sich ein Haustier anzuschaffen?
Wir werden sehen…
Kommentare
Kommentar veröffentlichen