Hands Off! in Chaoshausen - Tag 69: Selektive Taubheit

 

 



Die Geburt war für Brienne so anstrengend, dass sie hinterher sofort ins Bett geht. Das kann ich ihr absolut nicht übel nehmen. Zumal dieser Haushalt ja noch andere Sims beinhaltet, die sich um den kleinen Neuankömmling kümmern können, falls er etwas brauchen sollte.



Xanti zum Beispiel. Zumindest theoretisch. Praktisch ist er in letzter Zeit kaum noch von den Sportgeräten loszubekommen. Er verfolgt schon seit einer Weile einen dynamischen Lebensstil und ist darüber hinaus seit Neuestem auch noch “aktiv”. Andererseits kann die Pflege eines kleinen Kindes ja durchaus auch körperlich anstrengend sein. Ob ich ihm das irgendwie als Sport verkaufen kann?



Cyneric verliert währenddessen zum x-ten mal die Nerven über die zerstörten Schulprojekte. Inzwischen gibt es hier sogar schon zwei davon. Da war dieses eine, alte, das er durch die neuen ersetzt hat, ja geradezu harmlos.



Bevor er noch völlig verzweifelt, beschließt er, sich dann eben seinen regulären Hausaufgaben zu widmen. Dass das mit den Schulprojekten irgendwie nicht so klappt, wie er eigentlich gehofft hatte, heißt ja nicht, dass er seine Noten nicht anderweitig aufbessern kann. Aktuell steht er immer noch bei einer 3. Das kann so nicht bleiben.



Gegen 3 Uhr morgens schafft Emily es das erste Mal, ihre Windel zu füllen. Sie macht sich diesbezüglich auch sofort bemerkbar. Leider scheint sie aber niemand zu hören.



Erst eine gute Stunde später wacht Brienne auf. Allerdings nicht wegen ihrer Tochter, sondern weil Daisy angeblich ein Monster unter dem Bett gesehen hat. Unter dem Bett, in dem sie beide schlafen, wohlbemerkt. Wenn da wirklich ein Monster ist, ist Brienne davon auch betroffen. Sie kümmert sich also lieber schnell darum.



Bis sie auch mal nach Emily sieht, vergeht aber noch einige Zeit. Na, wenigstens tut sie es irgendwann. Besser spät als nie. Es wundert mich nur immer wieder, wie selektiv taub dieser Haushalt sein kann, wenn es um Babys geht. Das war in früheren Generationen doch nicht so extrem.



Daran, ihr die Windeln zu wechseln, denkt sie aber leider nicht, bevor sie zur Schule geht. Jetzt, wo Wilma nicht mehr lebt, ist am Vormittag niemand mehr in diesem Haushalt anwesend oder wach und die Zeit springt automatisch auf die schnellste Stufe. Ein äußerst ungewohnter Zustand. Ungewohnt und unangenehm, jedenfalls für Emily. Die ist durchaus wach, aber sie kann ja nichts tun.



Bevor sie noch weggeholt wird, erinnere ich Xanti freundlich daran, dass sich ein Neugeborenes im Haushalt befindet. Ich frage mich zunehmend, wie die Sims das früher geschafft haben und warum das heute nicht mehr klappt, wenn ich ihnen nicht sanft in den Hintern trete.



Wenigstens hat bei Xanti diese eine Erinnerung gereicht. Kaum, dass ich ihm gezeigt habe, dass da ein Baby liegt, wusste er schon, was zu tun ist und hat sich gut um sie gekümmert. Und das, obwohl ihm vom Anblick der vollen Windeln ganz schön übel geworden ist. 



Um Wilmas Garten muss ich mir wohl keine Sorgen machen. Kaum, dass die Schüler und Berufstätigen am Nachmittag nach Hause kommen, kümmert Brienne sich schon darum. Ich hoffe, sie versucht nicht, in Wilmas Fußstapfen zu treten und ihre Tochter zu ignorieren, nur um die Pflanzen zu betüddeln.



Was aus Daisy geworden ist, sieht man ja. Ihre Charakterwerte sind bislang alle im negativen Bereich, manche sogar stark. Wenn sie daran noch irgendetwas ändern will, hat sie noch Einiges aufzuholen.



Immerhin hat sie heute schon einmal einen Schritt in die richtige Richtung gemacht und eine Freundin aus der Schule mitgebracht: Arlene Wolls, eine der beiden jüngeren Zwillingsschwestern von Marcelo und Jacinta. Sie und Daisy verstehen sich erstaunlich gut, obwohl ihre soziale Kompatibilität zu wünschen übrig lässt.



Jetzt, wo die anderen Haushaltsmitglieder wieder zuhause sind, verwickelt Xanti Zoe in ein ernsthaftes Gespräch über ihre Enkelin. Es kann doch nicht sein, dass alle abhauen und ihn alleine mit dem Baby lassen, während er schläft! Dass er sich nachts mal um sie kümmert - kein Problem. Aber für tagsüber muss eine andere Lösung her. Irgendwann braucht er schließlich auch mal seinen Schönheitsschlaf.



Zoe sieht das ein. Sie beschließt kurzerhand, einen Babysitter zu bestellen. Normalerweise ist das ja nicht so ihre Art, zumal der Haushalt sowieso schon nicht so viel Geld hat, aber eine bessere Lösung fällt ihr gerade auch nicht ein. Irgendwann bekommen sie das schon hin, aber für die ersten paar Tage wird das vermutlich das Beste sein. Gerade, wenn wieder alle außer Xanti in der Schule oder bei der Arbeit sind.



Ihrer Tochter gibt sie natürlich auch Bescheid. Brienne ist ziemlich erleichtert und dankbar für die Hilfe. Wenn sie nicht zur Schule müsste, wäre das vielleicht was anderes, aber ihr wächst das ja jetzt schon alles über den Kopf. Ihre Hausaufgaben stehen auch noch aus.



Zum Glück ist jetzt erst mal Wochenende, da hat sie Zeit, ein bisschen aufzuholen und hoffentlich auch nach Emily zu sehen.



Vorerst bleibt das aber immer noch an Xanti hängen. Na, macht nichts. Jetzt ist es ja dunkel, da macht er das sogar freiwillig.



Und Brienne? Die schafft es, endlich mal an ihrem Schulprojekt zu arbeiten.



Jedenfalls kurz. Dann springt Emily aus der Wiege.



Emily ist ein kleines Sensibelchen. Außerdem scheint sie selten müde zu sein. Das könnte ein Segen sein….oder ein Fluch, je nach dem, als wie abenteuerlustig die Kleine sich herausstellt.



Bekommt Emily jetzt mehr Aufmerksamkeit?

Schafft Brienne es, sich um ihre Tochter zu kümmern und trotzem ihre Hasuafgaben zu machen?

Werden die Schulprojekte jemals fertig?

Und kann ein Babysitter wirklich die Lösung sein?


Wir werden sehen…

 

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