In dieser Nacht wird Cyneric von einem äußerst merkwürdigen Gefühl beschlichen. Irgendwie kommt es ihm so vor, als wäre sehr viel Zeit vergangen und gleichzeitig überhaupt keine. Das lässt ihn nicht los. Er beschließt also, die älteste und vermutlich weiseste Person des Haushaltes um Rat zu bitten. Eine echte Antwort darauf, woher das kommt, hat Wilma zwar nicht, aber sie fühlt es auch. Vielleicht sollten sie Dr. Lachance mal danach fragen. Hatte der nicht irgendwann mal irgendwas von relativer Zeit erzählt?
Cyneric hält das für eine gute Idee. An Dr. Lachance hat er sowieso noch die eine oder andere Frage. Bevor er noch weiter darüber nachdenken kann, mischt Daisy sich aber plötzlich in das Gespräch ein. Dass Zeit für Erwachsene schneller vergeht als für Kinder weiß sie schon, ihr kommt das gar nicht komisch vor. Was ihr allerdings komisch vorkommt, ist, wie Cyneric und Wilma seelenruhig in dieser Stinkepfütze da rumstehen und sich unterhalten können, statt die mal wegzuputzen.
Daran, zu schlafen, denken heute Nacht wieder einmal die Wenigsten. Wer es tut, ist Andromedas Geist. Sie hat wohl einiges nachzuholen, was sie zu Lebzeiten nicht geschafft hat. Kommt davon, wenn man nach dem Motto “schlafen kann ich, wenn ich tot bin”, lebt. Daran muss man sich dann auch halten.
Zum Glück trifft das nicht auf alle Besucher aus dem Jenseits zu. Ulric ist hellwach und verbringt seine Zeit im Haus lieber damit, Cyneric Witze zu erzählen. Witze, die bei diesem irgendwie so überhaupt nicht ankommen. Das muss Ulric echt noch üben.
Als es Zeit fürs Frühstück wird, beweist der alte Mikrowellenkünstler Yvain mal wieder, warum er sich an dieses Gerät halten sollte. Ich weiß nicht, was das da in dieser Schüssel ist, aber es stinkt schon seit einer Weile vor sich hin und es umzurühren wird die Zutaten ganz bestimmt nicht plötzlich wieder frischer machen. Das hält Yvain nicht davon ab, es trotzdem mal zu versuchen.
Nein, Yvain, dieser Geruch kommt ausnahmsweise wirklich nicht von dir.
Zum Glück sieht er das dann doch noch ein, erweist dem Schüsselinhalt mit einem Salut die letzte Ehre und…
Yvain, nein! Das ist der Backofen, nicht der Mülleimer! Wenn nachher alle eine Lebensmittelvergiftung haben, dann weiß ich wenigstens, warum.
Daisy kann fast schon von Glück reden, dass sie einen Wackelzahn hat und ihre Lust, etwas zu essen, sich dadurch gerade in Grenzen hält.
Nach dem Frühstück und einer darauf folgenden längeren Sitzung auf dem Klo beschließt Yvain, den Regen auszunutzen, um sich ein bisschen zu waschen. Ich hab irgendwie so die Befürchtung, dass er doch nicht so ganz überzeugt davon war, dass der Geruch in der Küche nicht von ihm kam.
Anschließend macht er sich auf den Weg in den Whirlpool. Sich für diesen kurzen Weg nochmal anzuziehen lohnt sich in seinen Augen nicht, also lässt er es einfach. Zum Glück scheint das die anderen Haushaltsmitglieder nicht zu stören. Die sind ja schon so Einiges gewöhnt.
Brienne juckt es jedenfalls nicht im Geringsten und sie macht sich sogar auf dem Weg, ein bisschen mit ihrem Onkel zu reden, als sie plötzlich einen mysteriösen Anruf bekommt. Einen Anruf, der sich als Telefonstreich eines Freundes herausstellt. Sehr lustig, Wilbert, wirklich. Der kann froh sein, dass Brienne ihn so gerne mag und das nicht nur, weil er begeistert von ihrer Entdeckung mit der schwebenden Chilischüssel ist. Na, wenigstens kann Brienne darüber lachen.
Yvain findet sie aber nicht mehr. Der hat sich in der Zwischenzeit schon wieder in die Küche geschlichen, diesmal zum Glück mit Klamotten, und räumt dort auf. Offenbar ist er genauso verwundert wie ich darüber, wie dieser komische Kelch hierher kommt. Den muss wohl irgendein Besucher vergessen haben. Wilma nörgelt währenddessen mal wieder an ihrer Tochter herum. Ist das denn wirklich nötig, Wilma? Du lebst nur noch ein paar wenige Tage. Willst du Daisy wirklich mit einem noch schlechteren Bild von dir zurücklassen, als sie sowieso schon hat?
Daisy lässt diese Nörgelei jedenfalls nicht auf sich sitzen und kontert gleich damit, dass sie ihre Mutter gerne mal in den Allerwertesten treten würde. Wilma ist schockiert darüber. Aber wundert sie sich wirklich über diese Reaktion?
Offenbar nimmt sie das so sehr mit, dass sie zur Beruhigung erst einmal ein paar Wertstoffe aussortieren muss. Mülltrennung hat immer so eine beruhigende Wirkung auf sie.
Daisy baut ihren angestauten Frust damit ab, einen unschuldigen Tonklumpen zu verprügeln. Der große rote Plüschdrache in der Spielecke wird heute also ausnahmsweise einmal verschont.
Cyneric wacht am Nachmittag mit Schrecken auf. Irgendwas stinkt hier gewaltig. Ist er das oder ist das sein Morgenmantel? Oder hat Yvain damit irgendwas zu tun? Und wenn das sein Morgenmantel ist, wie bekommt er den wieder sauber? Dieses Haus hat noch nie eine Waschmaschine gesehen.
Auf jeden Fall ist das Ganze eine tolle Ausrede für ein Schaumbad. Das hilft ihm auch dabei, über sein Gespräch mit Wilma letzte Nacht nachzudenken. Er hat zugesehen, wie seine Schulfreunde langsam alle älter wurden, nur er fühlt sich irgendwie keinen Tag älter. Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen! Oder hängt das irgendwie mit seinem Vampirismus zusammen? Vielleicht sollte er zusätzlich auch noch mit Xanti über diese Sache reden.
Dabei bräuchte er eigentlich nur mal Brienne danach fragen, dann könnte er diesen Faktor schon ausschließen. Sie hat schließlich dasselbe erlebt und fühlt sich ähnlich. Allerdings macht sie sich nicht so einen Kopf darüber wie Cyneric das tut. Sie lebt lieber im hier und jetzt und im hier und jetzt sind gerade die Kirschen reif. Das ist alles, was sie in diesem Augenblick interessiert.
Daisy hat der Tonklumpen offenbar nicht gereicht. Irgendwie ist sie hinterher noch frustrierter als vorher und geht dazu über, ein anderes Kind auf dem nahe gelegenen Spielplatz zu schubsen.
Der Junge lässt sich davon aber so überhaupt nicht beeindrucken, also muss am Ende dann doch wieder der Plüschdrache herhalten. Dabei hatte er gerade erst wieder die Augen geöffnet, weil Daisy etwas früher am Tag so nett zu ihm war.
Wenigstens geht es ihr am späten Abend besser und sie wendet sich noch einmal dem Tonklumpen zu, diesmal allerdings mit Inspiration statt mit Wut. Dann hatte dieser Frust am Ende doch etwas Gutes für sich. Diesen Klumpen rumzukneten macht ihr echt Spaß, das hätte sie sonst vielleicht nie für sich entdeckt.
Währenddessen freundet Cyneric sich draußen mit einer Hündin an. Oder zumindest glaubt er, dass er das tut. Ich glaube ja, das Tierchen hat es eher auf seine Pantoffeln abgesehen…
Der Tag neigt sich dem Ende zu und ich mache mich bereit, dieses Kapitel abzuschließen, als plötzlich….äh….was? Was zum? Wie? WAS?!
Wie viele der Sims haben von Yvains Frühstück gegessen?
Werden Wilma und Daisy ihre Beziehung zueinander noch kitten können, bevor Wilma stirbt?
Was sagt Dr Lachance zu Cynerics verändertem Zeitempfinden?
Und was zum Henker hat Brienne getan?! Und vor allem mit wem?
Wir werden sehen…
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