Hands Off! in Chaoshausen - Tag 42: Nachts im Park

 

 



Eigentlich würde Xanti Brienne gerne ins Bett bringen, um sich heute Nacht in Ruhe ein bisschen entspannen zu können, aber daran ist im Moment kaum zu denken. Jetzt, wo Brienne gelernt hat zu sitzen und sich fortzubewegen, ist sie voller Energie und hat großen Spaß daran zu “tanzen”.



Lange schaut Xanti sich das aber nicht an. Die Kleine ist zwar süß, aber er lässt sich davon nicht einlullen. Es ist bereits Mitternacht, um diese Zeit gehören Kinder einfach ins Bett.



Yvain macht es vor. Der ist zwar kein Kind mehr, geht aber trotzdem brav schlafen. Im Kinderzimmer. Ob er sich wohl jemals einen anderen Schlafplatz sucht?



Tanya, Wilma und Zoe haben sich ebenfalls hingelegt. Um die Kinder brauchen sie sich keine Sorgen zu machen, Xanti kümmert sich ausgezeichnet. So einen kinderlieben Vampir im Haushalt zu haben ist schon praktisch, wenn man nachts schlafen will.



Wenn jetzt noch jemand dem Teenager erklären könnte, dass das mit der Schule besser funktioniert, wenn man ausgeschlafen ist…



Davon will Andromeda aber nichts gehört haben. Ganz im Gegenteil! Für Schlaf hat sie heute keine Zeit. Was wäre das Leben als Teenager, wenn man sich nicht wenigstens einmal nachts davonschleichen könnte? Genau das plant sie heute nämlich, gemeinsam mit ein paar Schulfreunden.



Die Gruppe trifft sich im Park von Oasis Springs, das ist für Andromeda zum Glück nicht weit entfernt. Außerdem ist es hier in der Gegend trotz der Jahreszeit immer noch recht warm. Das reicht als Argument für die Anderen, ausgerechnet hierher zu kommen.



Direkt beim Park bleiben die Teenager aber nicht lange. Zumindest nicht alle. Ein paar von ihnen, Andromeda eingeschlossen, beschließen, etwas Abseits ein Lagerfeuer zu entzünden. Hoffentlich werden sie dabei nicht erwischt.



Da sich im Augenblick aber kein Erwachsener in der Nähe zu befinden scheint, kommt der eine oder andere sogar auf die Idee, einen gefährlichen Feuertanz aufzuführen. Andromeda findet das super.



Sie selbst traut sich das aber nicht. Stattdessen unterhält sie sich lieber. Ihre Freundin Carmina erzählt ihr, dass sie diese Feuertänze von zuhause in Sulani kennt. Allerdings kann das dort auch nicht jeder und die, die es lernen, verbrennen sich am Anfang oft die Finger.



Jeroen lacht darüber nur. Sind eben alles Anfänger dort. Ihm würde sowas nie passieren! Zumal er bald noch viel gefährlichere Sachen machen wird, beruflich. Was genau das ist, will er den Mädchen allerdings nicht verraten.



Millicent hält ihn für ein Großmaul, das viel erzählt, obwohl nicht viel dahintersteckt. Die anderen sollten nicht so auf ihn hören. Andromeda hätte aber schon ganz gerne gewusst, was er meint.



Nachdem Jeroen versucht, sich zu verteidigen und ein Streit zwischen den Teenagern ausbricht, wendet Andromeda sich lieber von ihnen ab. Sie mag Millicent sowieso nicht besonders. Mit ihrem Bruder Dexter kommt sie besser klar. Vor allem, weil der neue Katzenvideos hat, die er mit ihr teilt.



Als die Sonne sich am Horizont zu zeigen beginnt, wird es Zeit, sich zu verabschieden. Andromeda sollte lieber schnell nach Hause, bevor noch jemand etwas merkt.



Xanti ist nicht entgangen, dass Andromeda verschwunden war. Als ob er nicht schon genug Probleme hätte! Der Stress staut sich bei ihm so sehr an, dass es irgendwann zum Ausbruch kommt und er sich nicht mehr anders zu helfen weiß, als das Puppenhaus zu zertrümmern.



Kaum, dass Andromeda das Haus betreten hat und das bemerkt, dreht sie sich lieber gleich wieder um und geht zur Schule. Dort ist sie heute wohl sicherer.



Damit verschwindet sie gerade rechtzeitig, um zwei weinenden Babys zu entgehen. Was machen die überhaupt schon wieder auf dem Boden? Also, bei Brienne versteh ich das ja noch, aber Cyneric? Musste wieder die Haustür als Fotohintergrund herhalten?



Zum Glück schlagen Zoes Mutterinstinkte schnell an und sie kümmert sich darum. Wenn es eines gibt, das Cyneric sofort beruhigt, dann ist das die Aussicht auf Essen. Erinnert mich irgendwie an jemanden…



Um Brienne kümmert sie sich gleich im Anschluss. Wilma hat derweil die Flucht ergriffen und macht sich mal wieder mit sämtlichen Streunern in der Nachbarschaft bekannt. Den Tonklumpen, den sie im Haus ausgebuddelt hat, nimmt sie mit. Das Ding fasziniert sie heute so sehr, dass sie es kaum noch aus der Hand geben mag.



Erst, als sie wieder zuhause ist und sich um ihre Pflanzen kümmert, steckt sie den Tonklumpen weg. Er scheint aber geholfen zu haben, ihr Hirn ordentlich anzukurbeln. Kaum, dass Wilma nach den Pflanzen sieht, hat sie eine neue Erkenntnis und erreicht Gärtnern Stufe 8. Diese Leistung muss sie im Anschluss gleich mit einem faulen Nickerchen feiern.



Auch Xanti feilt fleißig weiter an seiner Lieblingsfähigkeit. Die ist auch für seine Arbeit nützlich. Wenn er irgendwann befördert werden will, sollte er allerdings an seinem Charisma arbeiten.



Für Tanya gilt das eigentlich auch, aber das erlebt sie wahrscheinlich nicht mehr. Sie hängt schon ewig auf ihrer aktuellen Jobstufe fest. Vielleicht wird es Zeit, die Arbeit so langsam zu beenden, bevor sie noch einen Preis als die älteste Cheerleaderin der Welt bekommt.



Kaum, dass Tanya aus dem Haus ist, kommen Andromeda und Yvain dort an. Andromeda ist stolz auf sich. Sie hat in der heutigen Prüfung ein überdurchschnittliches Ergebnis erzielt und das, obwohl sie heute Nacht nicht geschlafen hat. Was für eine Leistung! Dass ihr Notenschnitt insgesamt immer noch bei einer Vier liegt, ist nebensächlich.



Diese Sims geben sich heute wirklich die Klinke in die Hand. Noch bevor Yvain und Andromeda das Haus betreten haben, kommen Xanti und Zoe schon heraus. Xanti, weil er arbeiten muss und Zoe, weil sie unbedingt mit ihrem Bruder reden will. Was muss sie ihm denn so dringend erzählen, dass das nicht mal Zeit hat, bis er nach drinnen kommt?



Wirklich, Zoe? Du wolltest ihn einfach nur zum Flitzen anstiften? Und das, wo er gerade erst von der anstrengenden Arbeit beim Militär kommt und sowieso vor Müdigkeit schon fast aus den Latschen kippt…



Ist Zoe aber alles egal. Die ist sehr zufrieden mit sich. Na, wenigstens eine.



Xanti beschließt dagegen, das mit dem Burnout wörtlich zu nehmen und ein bisschen draußen in der Sonne zu brutzeln, bevor er wieder ins Haus geht. Er will heute lieber doch nicht arbeiten. Ihm wird das gerade alles zu viel. Er weiß schon nicht einmal mehr, warum er das gerade überhaupt gemacht hat.



Arbeit wird sowieso überbewertet. Es gibt wichtigere Dinge im Leben. Brienne das Stehen beizubringen zum Beispiel. Stehen ist definitiv wichtiger als Arbeit. Auch, wenn Xanti damit gerade selbst ein bisschen Probleme hat.



Umso wichtiger ist es, dass Brienne das bald lernt. Immerhin hat sie morgen schon Geburtstag, bis dahin sollte sie das beherrschen.



Am späten Nachmittag kehrt Yvain von seiner Flitzrunde zurück. Ich versteh einfach nicht, woher er jetzt noch die Energie nimmt, mit dem Fußball zu spielen. Er kann sich die ganze Zeit schon vor Müdigkeit kaum noch auf den Beinen halten und sollte dringend ins Bett! Oder in die Badewanne, wenn ich mir diese grüne Wolke um ihn herum so ansehe. Vorher könnte er aber noch den Besuch ins Haus lassen, der sich da gerade nähert.



Am Ende entscheidet er sich dann doch fürs Bett. Den Besuch ignoriert er. Gut, dass Wilma sich darum kümmert.



Die freut sich ja immer, Dr. Lachance zu sehen. Trotzdem fragt sie gleich, was der Grund für seinen unangekündigten Besuch sei.

“Ah, nichts Besonderes. Ich habe mit den Handwerkern gesprochen und wollte mir den Fortschritt im Keller ansehen. Wäre das denn möglich?”



Natürlich ist das möglich. Ist ja schließlich sein Haus. Trotzdem begleitet Wilma ihn bis zur Treppe.

“Danke, ich denke, den Weg nach unten finde ich von hier aus alleine.”



Und das tut er dann auch. Nachdem Dr. Lachance im Keller verschwunden ist, fragt Wilma sich, wie es dort unten wohl aussieht. Tut sie eigentlich die ganze Zeit schon.



Die anderen Haushaltsmitglieder scheint das gar nicht so sehr zu interessieren. Die gehen alle ihrem gewohnten Trott nach. Oder zumindest fast. Zoe an den Sportgeräten zu sehen ist doch eher ungewöhnlich.



Zu Wilmas Glück dauert es nicht lang, bis Dr. Lachance wieder nach oben kommt - mit guten Nachrichten.

“Es sieht so aus, als wäre ein Teil des Kellers bereits fertig. Ich denke, es ist in Ordnung, wenn ihr die beiden vorderen Räume schon benutzt. Das wird die Bauarbeiten weiter hinten sicher nicht beeinträchtigen.”

Diese Nachricht hört Wilma natürlich gern. Für heute ist sie dafür aber zu müde. Kurz darauf verabschiedet Dr. Lachance sich auch schon wieder. Er habe noch etwas zu erledigen.



Am frühen Abend torkelt Xanti, noch immer völlig bekommen, nach draußen und quatscht den nächstbesten Passanten über sein “normales Leben” zu, an das er gerade zurückdenken muss. Welches normale Leben denn bitte, Xanti? Du wurdest doch schon als Vampir geboren und das, was du und deine Familie hier veranstalten, war noch nie normal. Nein, auch nicht das in der anderen Welt, das erst recht nicht.



Etwas Ähnliches denkt der Passant wohl auch. Er lächelt und nickt trotzdem brav. Nicht, dass ihm dieser Verrückt mit seinen Zähnen noch zu nahe kommt.



Andromeda wird derweil unsanft geweckt. Ihr Handy klingelt. Jeroen lädt sie zu einer Party ein, die angeblich in einem Nachtclub in Windenburg steigt, aber Andromeda muss zugeben, dass sie dafür heute echt zu müde ist. Außerdem ist es draußen ziemlich kalt geworden. Besser, sie setzt ihr Nickerchen hier im Haus fort.



Das Konzept, auch mal unter der Decke zu schlafen, ist ihr nach wie vor fremd.



Nachdem der Passant es irgendwie geschafft hat, Xanti loszuwerden, manifestiert sich dessen Burnout endgültig. Xanti ist komplett angespannt. Eigentlich will er sich auch ein bisschen hinlegen, um zu entspannen, aber im Vorbeigehen stellt er fest, dass die Absperrung vor der Kellertreppe nicht mehr hier ist und der Weg nach unten damit frei. Das muss er sich ansehen.



Der große Durchgang geradeaus ist nach wie vor abgesperrt, aber es gibt zwei neue Türen, vor denen nichts steht. Hoffentlich lohnt sich dieser Aufwand auch, den die hier betreiben. Dieser ganze Baulärm verursacht bei ihm schon seit Tagen Kopfschmerzen.



Was sich hinter der ersten Tür verbirgt, ist jedenfalls enttäuschend. Das sieht aus wie das Badezimmer, das früher dort war, wo jetzt die Treppe ist. Ein drittes Badezimmer ist zwar ganz nett, aber wenn es nur darum ging, hätten die das auch am alten Platz lassen können.



Der Raum hinter der anderen Tür ist da schon interessanter. Auf den ersten Blick wirkt er fast wie ein kleines Wohnzimmer…



…auf den zweiten entdeckt Xanti etwas, das er sich schon lange gewünscht hat. Ist das da etwa ein Sarg? Zum Schlafen? Für ihn? Wow. Vielleicht war der Keller doch keine so schlechte Idee.




Was wird wohl noch im Keller gebaut?

Lernt Brienne rechtzeitig zu stehen?

Wird Andromeda sich noch öfter aus dem Haus schleichen?

Und was genau meinte Xanti denn nun mit seinem “normalen Leben"?


Wir werden sehen…

 

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