Hands Off! in Chaoshausen - Tag 49: Selbstfindung

 

 



Xanti ist so sehr mit der Pfütze beschäftigt, dass er gar nicht mitbekommt, wie sich hinter ihm ein regelrechter Auflauf bildet. Was wollt ihr denn alle hier im Badezimmer? Und wieso schlaft ihr nicht?



Nehmt euch mal ein Beispiel an Tanya und Cyneric. Das älteste und das jüngste Haushaltsmitglied sind die einzigen, die um ein Uhr morgens schlafen.



Brienne quengelt dagegen die ganze Zeit nur, weil sie müde ist. Ihr Onkel versucht auch, sie ins Bett zu bringen, aber jedes Mal, wenn er sie auf den Arm nimmt, fängt sie erst recht an zu jammern und zu schreien. Sie ist schwierig wie immer.



Eigentlich würde er lieber putzen. Damit ist er inzwischen auch nicht mehr allein. Andromeda hat heute Nacht plötzlich das Gefühl, sie würde das eigentlich auch ganz gerne machen und die Würfel stimmen ihr zu.



Nachdem Xanti die drei Frauen aus dem Badezimmer verscheucht und die Pfütze vollends aufgewischt hat, legt er sich für ein Nickerchen in die Badewanne. So müde und durcheinander, wie er gerade ist, findet er wohl den Weg zu seinem Sarg nicht mehr und die Wanne war noch das Kistenähnlichste, was er auf die Schnelle gefunden hat. Ums Sauberwerden kann es ihm dabei jedenfalls nicht gehen, wenn ich mir die Badewanne so ansehe. Ich hab da nur noch eine Frage…



…was genau soll das mit diesem Nasenring?!



Der Schachtisch hat es den Geistern echt angetan. Jetzt, wo sie nicht mehr an den PC dürfen (die Sicherung gilt also tatsächlich auch für Geister), brauchen sie eine neue Beschäftigung und dieses Spiel scheint genau das Richtige zu sein. Vielleicht hilft das Ulric ja auch, einen kühlen Kopf zu bekommen.



Zoe könnte sich ihm da gleich anschließen. Stattdessen versucht sie, sich im Whirlpool wieder zu beruhigen. Das würde bestimmt auch funktionieren, wenn ihr Bruder nicht die ganze Zeit neben ihr im Wasser herumplanschen würde.



Zu Zoes Glück hat Yvain davon aber bald genug und geht brav schlafen. In ein paar Stunden muss er schließlich wieder zur Arbeit.



Für eine Stunde ist Zoe das einzige Haushaltsmitglied, das noch wach ist. Zumindest, bis Xanti gegen 3 Uhr morgens mit Schrecken erwacht. Befindet er sich da gerade etwa in einer dreckigen Badewanne?! Das ist ja e-kel-haft!



Am liebsten würde er vor dieser Erfahrung ganz weit wegrennen. Da das im Augenblick aber absolut nicht praktikabel ist (zumindest nicht gefahrlos, schließlich weiß er nicht, wann die blöde Sonne wieder aufgeht), macht er eben das Zweitbeste, was ihm gerade einfällt. Damit hat er zumindest das Gefühl, dem ganzen ein wenig entfliehen zu können, auch wenn er sich nicht tatsächlich weiter von der Horrorwanne entfernt, als er es auf dem Weg ins Fitnesszimmer schon getan hat.



Nachdem er sich durch symbolisches Weglaufen mental gestärkt hat, stellt Xanti sich seiner Angst. So kann er wenigstens verhindern, dass ein weiterer argloser Sim in den schleimigen Schlund dieses Ungeheuers gerät.



So wie Yvain zum Beispiel, der heute wie fast jeden anderen Morgen auch in genau dieser Wanne ein Nickerchen macht. Ob sie wegen ihm so dreckig war? Als Soldat kriecht er immerhin regelmäßig im Schlamm herum. Oder zumindest im Staub. In Strangerville, wo er stationiert ist, regnet es ja eher selten.



Wilma fühlt sich heute Morgen fantastisch. Eigentlich kann sie diese Uhrzeit ja nicht ausstehen, aber heute kann sie gar nicht anders, als gut gelaunt zu sein. Ihr Bauch ist über Nacht ein gutes Stück gewachsen und mit ihm die Vorfreude auf ihr Baby. Ihr war bislang gar nicht bewusst, wie gerne sie Mutter werden möchte.



Jetzt wüsste sie nur noch gerne, ob sie ein Mädchen oder einen Jungen bekommt, dass sie einen Namen für das Baby aussuchen kann. Glücklicherweise ist das mit heutigen Mitteln ja leicht herauszufinden. Sie muss sich heute Mittag unbedingt untersuchen lassen.



Für ihre Pflanzen ist in der Zwischenzeit auch gesorgt, die haben genug Unterhaltung in Form von Cyneric. Wilma hofft nur, dass er es beim Reden belässt und nicht auf die Idee kommt, ihre Pflänzchen so zu zerkauen wie das Spielzeug im Haus.



Tanya verspricht ihr aber, ein Auge auf das kleine Nagetier zu haben, während sie außer Haus ist. Da soll sie sich mal keine Sorgen machen.



Am Vormittag klopft jemand an die Haustür. Es ist Konani. Er sieht aus, als hätte er keinen guten Tag. Braucht er eine Runde in der Sauna, um sich zu entspannen?



Tatsächlich geht er statt in die Sauna in den Keller, nachdem er sich selbst ins Haus gelassen hat. Dieser Schachtisch scheint eine geradezu magische Anziehungskraft auf Besucher auszuwirken. Vielleicht hätte ich schon früher einen kaufen sollen.



Wegen Zoe ist Konani jedenfalls nicht hier. Zumindest hoffe ich das für ihn, die ist nämlich schon wieder auf dem Weg zur Arbeit und damit den Tag über gar nicht da.



Zum späten Frühstück gönnt Wilma sich einen Burrito, den Andromeda eigentlich gerade für sich selbst aus dem Kühlschrank geholt hatte. Obwohl ihr das gar nicht passt, dass ihr da gerade vor der Nase das Essen weggegessen wird, reißt Andromeda sich zusammen und lächelt weiter. Wilma ist schließlich schwanger. Es fehlt wirklich jemand in diesem Haushalt, der Gruppenmahlzeiten für alle zubereitet.



Nach dieser kleinen Stärkung zieht Wilma los, um das Geschlecht ihres Babys bestimmen zu lassen. So wie es aussieht, war Tanya wohl auch gerade noch draußen unterwegs.



Andromeda hat mittlerweile eingesehen, dass es bei einem Haushalt voller hungriger Mäuler keinen Sinn macht, nur eine Einzelportion zuzubereiten. Zumindest nicht, wenn man selbst etwas davon essen will. Also wirft sie den Grill an.



Etwa eine Stunde später kommt Wilma zurück nach Hause. Sie bemerkt, wie Konani an ihr vorbeigeht und winkt ihm zu, aber der ignoriert sie einfach. Seine Laune ist immer noch mies. Wilmas kann er damit aber nicht verderben. Sie ist nach wie vor voller Vorfreude und weiß jetzt, dass sie eine Tochter bekommen wird.



Zoe geht es ähnlich, als sie kurz nach Wilma beim Haus ankommt. Heute war erst ihr zweiter Arbeitstag und schon wurde sie befördert. Darauf kann sie stolz sein!



Dass sie wieder zuhause ist, heißt aber nicht, dass es hier nicht auch Arbeit gäbe. Wie schafft Brienne es eigentlich, zuverlässig jeden Tag auszusehen und zu riechen, als hätte sie sich ausgiebig in einer Schlammpfütze gewälzt?



Selbst Cyneric kann und will das langsam nicht mehr riechen und der ist ebenfalls ein Kleinkind. Hoffentlich wird das besser, wenn Brienne ein bisschen älter ist. Übermorgen hat sie Geburtstag.



Zum Glück unternimmt Zoe schnell etwas gegen Briennes Gestank. Dabei bemerkt sie gar nicht, dass im selben Badezimmer gerade ihr Bruder unter der Dusche steht. Yvain hat festgestellt, dass seine Brustbehaarung langsam nachwächst und will sofort etwas dagegen unternehmen. Versucht er etwa immer noch, zwanghaft jünger auszusehen als er ist?



Überhaupt ist er gerade die ganze Zeit ziemlich angespannt. Bahnt sich da etwa die nächste Midlife-Crisis an? Yvain ist zwar gerade erst zum Erwachsenen geworden, aber er ist trotzdem der drittälteste Sim im Haushalt, nach Tanya und Wilma. Okay, theoretisch ist Xanti auch älter als er, aber der braucht sich um Falten und graue Haare ja keine Sorgen zu machen.



Dass Zoe ihm nach draußen folgt und ihren Frust an ihm auslässt, hilft auch nicht gerade. Was kann er denn dafür, dass ihr Kind sie stresst? Er versucht ja schon so gut wie möglich zu helfen, aber bei Brienne sind selbst fünf Erwachsene noch zu wenig.



Manchmal hat er wirklich das Gefühl, die Mikrowelle wäre sein einziger Freund. Der kann er getrost all seine Sorgen anvertrauen, ohne dass sie sich je beschwert.



Wilma lässt all der Stress zum Glück völlig kalt. Sie geht ihre Schwangerschaft ruhig an. Solange sie ihre faulen Nickerchen machen darf, ist sie glücklich.



Davon, dass sie gerade eigentlich mitten in einer Krise steckt, merkt man wirklich gar nichts.



Um 21:30 Uhr steht plötzlich ein weiterer Besucher vor der Tür. Was will Dr. Lachance denn hier?



Genau diese Frage stellt Wilma ihm auch, als sie ihn ins Haus einlädt. Die Antwort fällt weit weniger dramatisch aus, als sie befürchtet hatte.

“Ah, ich hatte nur gerade Zeit und wollte mal nach dem Rechten sehen. Habt ihr euch an den Keller gewöhnt? Und wie geht es- …oh!”



“Wie ich sehe, könnt ihr den Platz gut gebrauchen. Es kündigt sich also wieder Nachwuchs an, ja? Glückwunsch!”

Wilma kann ihre Aufregung kaum verstecken, das sieht auch ihr Nachbar sofort.

“Dann mache ich es kurz, ich will ja nicht zu lange stören.”



Dafür ist sie ziemlich dankbar. Eigentlich wollte sie nämlich gleich wieder ins Bett, sie war nur aufgestanden, um etwas zu essen. Lange bleibt Dr. Lachance trotzdem nicht allein, bis der nächste Gastgeber vorbeikommt, um ihn zu begrüßen. Cyneric hat zwar keine Ahnung, wer dieser Fremde ist, aber er muss ihm trotzdem sein Spielzeug zeigen.



Leider kann er zwischendurch einfach dem Drang nicht mehr widerstehen, seinem Wölfchen in den Hals zu beißen. Macht aber nichts, dem komischen blonden Mann scheint das zu gefallen.

“Hmm…..äußerst interessant….”



Während Dr. Lachance Cyneric beobachtet, wird er plötzlich von Andromeda abgelenkt, die splitterfasernackt ins Wohnzimmer kommt. Was ist denn jetzt kaputt?



Xanti ignoriert das gekonnt, als er gerade von der Arbeit kommt. Ist ja auch nur der alltägliche Wahnsinn hier. Außerdem war heute mal wieder der schlimmste Tag aller Zeiten und er braucht jetzt ganz dringend eine Dusche.



Dr. Lachance verabschiedet sich aber lieber. Es ist ja schon spät und er hat gesehen, dass hier alles bestens läuft. Als er den Weg vom Haus entlang läuft, hört er gerade noch, wie Zoe wütend eine der Mülltonnen umtritt.



Wird Xanti durch seine neu entdeckte Zimperlichkeit jetzt noch mehr schlimmste Tage aller Zeiten erleben?

Kann Andromeda das durch ihre neue Vorliebe für Ordentlichkeit vermeiden?

Schafft Brienne es, einmal einen Tag lang sauber zu bleiben?

Und hat Wilma ihre Krise etwa bereits überwunden?


Wir werden sehen…

 

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