Wie so oft schläft Andromeda spät am Abend noch nicht, sondern treibt sich im Garten herum. Heute trainiert sie ihre telekinetischen Kräfte, indem sie einen Teller schweben lässt.
Ulric hat weniger Spaß. Er hat ziemlich Hunger, aber das Stück Hamburgerkuchen, das er sich aus dem Kühlschrank genommen hat, macht ihn einfach nicht satt. Außerdem scheint der Strom ausgefallen zu sein. Hat jemand vergessen, die Rechnungen zu bezahlen? Na, wenigstens waren noch ein paar Kerzen im Haus, so dass er jetzt nicht komplett im Dunkeln sitzt.
Eigentlich hat er ja gehofft, seinen Onkel um Rat fragen zu können, aber Silvio findet den Tonklumpen wesentlich interessanter. Toll, so ein Spielzeug, das auch ohne Strom funktioniert!
Wilma hat da ebenfalls was für sich entdeckt. Dass die sich das traut, so im Dunkeln. Eigentlich hat sie immer noch Angst vor der Dunkelheit. Im Augenblick sieht sie das aber positiv. Sie hat nicht viel Ahnung von Bonsais, aber wenn niemand sieht, wer das Bäumchen so höchst unprofessionell zerschnitten hat, kann auch niemand sauer auf sie sein.
Vergil tut das einzig wirklich Vernünftige in dieser Situation und verschläft das Ganze einfach. Der Rest des Haushaltes muss darauf erst noch kommen.
Etwas später realisiert Wilma endlich, dass es dunkel ist und sie eigentlich Angst haben sollte. Das Gewitter macht es auch nicht besser. Trotzdem rennt sie nach draußen, um in Panik Ulric anzuschreien. Dabei wollte der sich gerade gemütlich mit einem weiteren Stück Hamburgerkuchen an den Tisch auf der Terrasse setzen, in der Hoffnung, dass dieses Stück vielleicht gegen seinen Hunger hilft.
Yvain lässt sich von dem Wetter wie immer so gar nicht stören. Ich frage mich, wie lange das noch gut geht.
Nachdem auch das zweite Stück Kuchen nichts gebracht hat, greift Ulric in seiner Verzweiflung zum Letzten. Dass er sich noch nicht übergeben hat, wundert mich, ebenso wie die Tatsache, dass das Licht im Kühlschrank trotz Stromlosigkeit noch brennt. Hat da etwa jemand auch eine Kerze reingestellt?
Natürlich ändert sich auch mit dem dritten Stück Kuchen nichts. Dieser unstillbare Hunger bringt Ulric völlig zum Verzweifeln. Irgendwann weiß er sich nicht mehr anders zu helfen, als sich unter die Bettdecke zu verkriechen und zu heulen.
Xanti kennt dieses Gefühl nur zu gut. Statt aber zu verzweifeln wie sein großer Bruder, denkt er lieber über einen konstruktiven Lösungsweg nach. Vielleicht sollte er mal in den Briefkasten schauen? Den Regenschirm hat er ja schon in der Hand.
Leider war der Postbote noch nicht da, also tut er einfach das Nächstbeste, was ihm einfällt, und nimmt Ulric in den Arm.
Das bringt den auf eine Idee. Nachdem Xanti ihm gestanden hat, dass er ebenfalls sehr hungrig oder eher durstig ist, macht Ulric ihm einen Vorschlag. Die Nacht ist noch relativ jung und er kennt einen Ort, an dem sie vielleicht etwas zu Trinken herbekommen könnten. Zumindest hatte Dustin mal sowas erwähnt.
Da er außer einer Handvoll Plasmafrüchte nichts mehr zu trinken hat und die restlichen Familienmitglieder langsam aber sicher viel zu schmackhaft auszusehen beginnen, willigt Xanti sofort ein, ihn dorthin zu begleiten. Vielleicht hebt das ja auch Ulrics Laune ein bisschen.
Eine kleine Reise später stehen die beiden in Forgotten Hollow vor einer Friedhofsmauer. Irgendwo hier war das doch, oder? Xanti ist jedenfalls zuversichtlich und spaziert einfach mal rein.
Ulric folgt ihm kurz darauf, wenn auch ein bisschen zögerlich. Ob sein Vater wohl auch wieder hier ist?
Diese Frage beantwortet sich kurze Zeit später von selbst mit einem “Nein”. Allerdings sind ein paar andere Leute in dem unterirdischen Gewölbe. Leute, die ihn erst schief ansehen und dann anfangen zu tuscheln. Oh nein! Hängt ihm etwa noch etwas von dem Kuchen zwischen den Zähnen?
Xanti hat sich derweil in einen Nebenraum zurückgezogen. Das ist schon ein seltsamer Ort. Ulric hatte ihm was zu trinken versprochen, stattdessen findet er hier Bücher. Na, vielleicht steht ja irgendwas Interessantes drin.
Noch bizarrer ist wohl die Dusche, die Ulric findet, als er sich auf eines der Klos flüchten will. Naja, so hat er zumindest einen Ort, an dem er sich dramatisch ausheulen kann.
Als er, noch immer niedergeschlagen, wieder nach draußen schlurft, bemerkt er gar nicht, dass inzwischen deutlich mehr Besucher hier angekommen sind. Wenn er den Blick nur ein ganz kleines bisschen nach rechts wenden würde, würde er vielleicht sogar den Mann mit den langen schwarzen Haaren und dem ikonischen Frack bemerken.
Xanti sieht sich in der Zwischenzeit noch weiter um und entdeckt ein paar interessante Sachen. Wer der Kerl auf dem Bild wohl ist? Muss wichtig sein, wenn er so ein großes Gemälde hier hat.
Irgendwann wird ihm das aber auch zu langweilig und er geht nach Ulric suchen. Jetzt sind sie schon eine Weile hier und er hat immer noch nichts zu trinken bekommen. Das ist eine Beschwerde wert!
Nachdem er seinem Bruder die Meinung gesagt hat, geht Xanti an die Bar. Die scheint im Augenblick nicht besetzt zu sein, aber vielleicht kann er sich ja selbst was zusammenmixen.
Er schafft es sogar, etwas zu mischen, das halbwegs ansprechend aussieht. Bevor Xanti aber dazu kommt, seine Kreation zu probieren, schnappt Ulric sich schon das Glas und verschwindet damit. Typisch.
Kurz darauf taucht er wieder auf, aber diesmal lässt Xanti sich das nicht gefallen. Der soll gefälligst die Finger von seinen Sachen lassen!
Ulric ist darüber eher amüsiert. Erst recht, als sich noch eine weitere Person zu ihnen setzt. Hält die Xanti etwa für einen echten Barkeeper? Na, die wird ihr blaues Wunder erleben. Sein erster Versuch vorhin hat einiges zu wünschen übrig gelassen.
Bevor es soweit kommt, geht sie aber schon wieder. Ist wohl besser für sie. Ulric nimmt sich lieber noch ein Glas, das ist auf mysteriöse Art und Weise in seiner Hand in einen Becher verwandelt, von dem Tablett neben der Bar. Er hat keine Ahnung, wer das da hingestellt hat oder was genau das Zeug in den Gläsern ist, aber im Gegensatz zu Xantis Kreation hilft es gegen seinen Durst und hebt sogar seine Laune. Ihm wird nur ein bisschen schwindelig davon.
Ein bisschen sehr schwindelig, wie er zugeben muss. Aber es ist so gut, dass er einfach nicht damit aufhören kann, es zu trinken. Das ist ein bisschen wie damals in den Armes des Zwerges, als er noch ein Teenager war. Xanti sollte das auch mal probieren.
Vorher scheucht Ulric ihn aber von der Bar. Jetzt will er das auch mal probieren! So schwer kann das doch eigentlich nicht sein. Erst recht nicht, wenn man vier Hände hat und zwei Getränke gleichzeitig mixen kann. Oder sieht er gerade nur doppelt?
Xanti wird das langsam zu bunt. Er nimmt die Dinge lieber selbst in die Hand. Vorhin hat er zwischen den ganzen Vampiren hier eine Person mit einem Puls entdeckt, an der er sich bedienen geht. Als er damit fertig ist, fühlt er sich plötzlich voller Energie und hat so ein seltsames, angenehmes Kribbeln auf der Zunge. Wow! Was ist in dem Blut von diesem Kerl hier denn drin?
Was auch immer es war, Xanti fühlt sich, als könne er Bäume ausreißen! Ulric bekleckert sich derweil an der Bar nicht gerade mit Ruhm, wohl aber mit Getränken. Vielleicht wird es langsam Zeit, zurück nach Hause zu gehen.
Als die beiden wieder in Oasis Springs ankommen, steht die Sonne bereits hoch am Himmel. Zum Glück wird sie von schweren Regenwolken verdeckt. Bevor sie es überhaupt ins Haus schaffen, übergibt Ulric sich auf dem Gehweg. Gut, dass es regnet…
Die Teenager kommen gerade ebenfalls nach Hause und sehen irgendwie auch nicht viel fitter aus.
Xanti bemerkt das schon gar nicht mehr. Irgendwie sieht der Bonsai ein bisschen seltsam aus, da sollte er sich drum kümmern. Wofür er den Schirm dabei braucht, weiß ich aber auch nicht.
Anschließend spielt er mit seiner Nichte im Puppenhaus. Andromeda gefällt das Wetter so gar nicht, die kann die Ablenkung gut gebrauchen. Eine frische Windel ebenfalls. Hoffentlich merkt Xanti das bald.
Ich will mal wissen, warum die Sims eigentlich immer ausgerechnet bei Gewittern bevorzugt in den Pool gehen.
Yvain hat das letzte Nacht ja auch getan. Jetzt sitzt er lieber im Trockenen und trainiert. Dass er dabei an die großen Sportgeräte geht, ist neu, sonst hat er immer nur Yoga gemacht. Allerdings wachsen ihm davon wohl die Muskeln nicht schnell genug. Wenn er wirklich zum Militär will, muss er sich ranhalten. Immerhin hat er morgen schon Geburtstag.
Wirklich lange hält er das aber auch nicht durch. Zumindest hat der Regen aufgehört, als er wieder nach draußen geht. Dabei könnte Yvain eine Dusche gerade wirklich gut gebrauchen, so wie er aussieht.
Als Vergil etwas später von der Arbeit zurückkommt, wird er auf der Straße von einer Passantin in ein Gespräch verwickelt. Die erzählt ihm, dass sie sich große Sorgen um ihren Mann macht, der vorhin völlig verängstigt mit zwei kleinen Löchern im Hals nach Hause gekommen ist.
Plötzlich mischt Xanti sich in das Gespräch ein und erzählt ganz offen heraus, dass er nur ein ganz kleines bisschen getrunken hat und das gar nicht so schlimm sein kann. Vergil weiß echt nicht, was er dazu noch sagen soll. Ist das gerade Xantis Ernst?
Währenddessen sehe ich kurz nach, ob bei Yvain noch alles in Ordnung ist, immerhin ist er gefährlich müde dafür, dass er im Pool herumpaddelt, und entdecke, dass er dabei wohl gesellschaft bekommen hat. Ulric macht freiwillig Sport? Was ist denn in den gefahren? Ist der überhaupt schon wieder nüchtern genug, um geradeaus zu schwimmen?
Das mit dem Laufen ist jedenfalls noch ein bisschen schwierig. Den Weg in die Küche findet er natürlich trotzdem.
Plötzlich klopft eine Fremde an die Haustür. Ich hab keine Ahnung, wer diese Frau ist oder was sie will, aber Ulric lässt sie trotzdem einfach mal rein. Ist das eine neue Nachbarin?
Interessiert Ulric wohl gar nicht. Kaum, dass er sie ins Haus gelassen hat, geht er schon in den Garten, um ein Lagerfeuer anzuzünden. Es wird immerhin bald wieder dunkel und offenbar hat das Haus immer noch keinen Strom. Das Geld reicht aktuell nicht aus, um die Rechnungen zu bezahlen.
Ah, die Fremde muss eine Bekannte von Wilma sein. Die beiden umarmen sich sofort ganz vertraut. Wann hat sie die denn kennengelernt? Im Fitnessstudio?
Wilma freut sich jedenfalls sehr über diesen Besuch. Weniger erfreulich ist aber, dass Tanya heute auch viel zu wenig Geld mit nach Hause bringt, um die Rechnungen stemmen zu können. Vielleicht müssen Wilma und Xanti sich doch demnächst mal nach einem Job umsehen.
Um 22 Uhr ist das Gewitter zurück und heftiger, als es heute Mittag war. Ein Blitz schlägt direkt neben dem Haus ein. Ulric gerät davon so sehr in Panik, dass er sofort zum Pool rennt und ins Wasser springt. Immerhin hat er immer noch Angst vor Feuer und der Pool ist wahrscheinlich das Letzte, was in Brand gerät.
Die meisten anderen Haushaltsmitglieder gehen gar nicht erst nach draußen. Eigentlich ist es fast schon gemütlich hier, im Licht der Kerzen. Wilma nutzt die Gelegenheit, um Xanti ihre Freundin Susana vorzustellen.
Wenn Tanya das nur auch so sehen könnte. Das Gewitter und die Dunkelheit machen sie ganz nervös. Vielleicht sollte sie einfach schlafen, bis das alles vorbei ist.
Wann werden die Sims ihre Rechnungen bezahlen können?
Sitzt Yvain an seinem Geburtstag immer noch im Dunkeln?
Wird Xanti noch Ärger bekommen dafür, dass er schon wieder jemanden gebissen hat?
Und was hat Ulric da eigentlich getrunken?
Wir werden sehen…
















































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