Hands Off! in Chaoshausen - Tag ???: Wo zum Henker sind wir hier?

 




Die Nacht beginnt wie so viele dieser lauen Sommernächte in Newcrest. Es ist angenehm kühl, leer und ruhig, wenn man vom Zirpen der Grillen mal absieht.



Plötzlich wird die Dunkelheit von einem hellen Lichtblitz durchbrochen.



Als das Licht abklingt, stehen an seiner Stelle acht sehr verwirrte Gestalten.



Bis eben waren diese acht noch in einem Keller und sind durch ein Alienportal geschritten und jetzt stehen sie plötzlich wieder auf der Straße. Ist da etwa etwas schief gelaufen? Bei näherer Betrachtung ihrer Umgebung werden die Zweifel nicht kleiner. Die Umgebung sieht vertraut aus, das ist die Gegend, in der sie alle gewohnt haben. Aber wo ist ihr Haus? Und was sind diese anderen Gebäude, die hier herumstehen?



Das Einzige, was ihnen einigermaßen bekannt vorkommt, ist der Park gegenüber. Dementsprechend zieht er sie geradezu magisch an. Ein kleiner Hafen der Sicherheit in einer sonst auf unheimliche Art vertrauten Fremde.



Vielleicht treffen sie ja auf das eine oder andere bekannte Gesicht, das ihnen sagen kann, was genau hier vor sich geht? Xanti zieht als Erster los, um das Ganze einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.



Leider schlägt sein Plan, jemanden beim Schachspiel in ein Gespräch zu verwickeln, fehl. Funktioniert halt leider nicht, wenn niemand da ist, mit dem man spielen könnte. Blöd gelaufen.



Sein Bruder Ulric hat eine ganz ähnliche Idee, aber der Tisch mit dem Lamaspiel ist ebenfalls nicht besetzt. Liegt das an der Uhrzeit?



Zu allem Überfluss wird dann auch noch die kleine Zoe quengelig und hält die restlichen Großen beschäftigt. Dabei wissen die doch selbst nicht, was sie tun sollen.



Der Einzige, der tatsächlich einen Gesprächspartner gefunden hat, ist Yvain. Er scheint nur ausgerechnet die falsche Person angesprochen zu haben. Der Alte ist alles andere als amüsiert über die Geschichte mit dem Alienportal und der veränderten Umgebung. Hier sah es schon immer so aus, sagt er.



Da er sich als Erster von der Gruppe getrennt hat, kehrt Xanti auch als Erster wieder zurück und berichtet von seinem Fehlschlag. Tanya ist amüsiert darüber. Sie findet seine Bemühungen wohl süß. Xanti findet das gar nicht lustig. Wenigstens tut er etwas! Doof rumstehen und das Kleinkind anstarren bringt sie schließlich auch nicht weiter.



Wird Zeit, dass er das selbst in die Hand nimmt. Wenn er Zoe beschäftigt, kann der Rest ausschwärmen und sich erkundigen. Da hat er seinen Teil ja bereits geleistet.



Auf der Bühne werden Silvio, Tanya und Ulric fündig. Vielleicht weiß diese Violinistin ja etwas. Wenn sie nur nicht so abgelenkt wäre. Ein bisschen Trinkgeld wird ihre Zunge doch sicher lockern.



Eine grobe Fehleinschätzung, wie sich herausstellt. Wilma ist das Ganze ziemlich peinlich. Wenn Silvio wenigstens endlich seine Alienform verstecken würde! So redet doch nie jemand freiwillig mit ihnen.



Irgendwann geben sie es auf. Wenn schon niemand mit ihnen redet, dann amüsieren sie sich halt ein bisschen, bis endlich mal jemand auftaucht, der ihnen helfen kann.



Nur Wilma hat noch nicht aufgegeben. Inzwischen ist bei den Schachtischen jemand. Jemand, der ganz offensichtlich voller Elan eine Rede hält. Aber für wen? Außer ihm sieht sie sonst niemanden hier.



Ob sie ihn wirklich unterbrechen sollte?



Schließlich fasst sie sich ein Herz und spricht ihn an. Der Fremde zeigt sich zumindest milde interessiert.



Allerdings auch nur kurz. Dann hält er ihr eine Standpauke.

“Wenn du nichts Wichtiges zu erzählen hast, lass mich in Frieden. Ich bin in einer Sache äußerster Dringlichkeit hier. Die Wissenschaft ruft!”



Die Wissenschaft ruft? Wirklich? Wow, was für ein unhöflicher Kerl. Hätte sie ihn doch besser in Ruhe gelassen.



In diesem Fall geht doch lieber wieder zurück zu Silvio und beschwert sich. Der wird gleich hellhörig. Wissenschaft? Vielleicht sollte er selbst mal mit diesem Mann reden.



Zu seinem Glück befindet der sich noch genau da, wo Wilma ihn hat stehen lassen. Zwar sieht er immer noch nicht wirklich zufrieden aus, aber Silvios Anblick scheint ihn zumindest neugierig zu machen.

“Ein Alien? Hmm…äußerst faszinierend…”



Das war jetzt zwar nicht gerade die Reaktion, die Silvio sich erhofft hat, aber wenigstens schreit er ihn nicht gleich an. Also kann er ihn ja mal fragen, ob er Zeit für ein Gespräch mit ihm hat. Die Antwort ist zumindest ein Anfang.

“Meinetwegen. Aber nur kurz. Und auch nur, weil ich schon seit Ewigkeiten keinen extraterrestrischen Kontakt mehr hatte. Mein Sixamesisch ist etwas eingerostet.”



Als ob Silvio Sixamesisch sprechen würde! Der hat ja selbst keine Ahnung von seiner eigenen Spezies, immerhin ist er bereits in zweiter Generation auf diesem Planeten heimisch und hatte bislang nur wenig Kontakt zu seinen Verwandten aus dem All.



Was
er allerdings beherrscht, ist Gedankenübertragung. Das ersetzt eine lange Erklärung. Wie der Fremde damit umgeht wird sich zeigen.



Ausgesprochen positiv, wie sich herausstellt.

“Fantastisch! Wie überaus fantastisch! Dann stammen Sie gar nicht von Sixam sondern aus einem Paralleluniversum! Das ist ja noch besser, als ich mir hätte träumen lassen können!”



Tut er das? Darüber ist Silvio selbst verwirrt. Nach dem, was heute passiert ist, würde ihn das allerdings auch irgendwie nicht mehr wundern. Entsprechend lächelt und nickt er einfach. Dieses Wissen bringt ihn zumindest ein bisschen weiter, sein Problem löst es allerdings nicht.



“Und jetzt seid ihr hier gelandet und vermisst euer Haus. Keine Sorge, da kann ich aushelfen. Ich bin rein zufällig im Besitz eines leerstehenden Anwesens, das ich euch als Unterkunft anbieten kann. Es sind nur ein paar wenige kleinere Renovierungsarbeiten nötig, aber dafür werde ich in den nächsten Tagen einen Handwerker vorbeischicken.”



Na das war ja leicht. Seltsam, wie freundlich der Fremde plötzlich ist. Aber beschweren will Silvio sich eigentlich nicht, immerhin hat er Kinder dabei und auf der Straße kann er die ja schlecht sitzen lassen. Also nimmt er das Angebot an.



“Sehr schön. Über Miete will ich nicht sprechen. Für mich als Wissenschaftler ist es doch selbstverständlich, Dimensionsreisenden in Not zu helfen. Da fällt mir ein, ich habe mich ja noch gar nicht vorgestellt! Lachance ist mein Name. Doktor Luc Lachance.”



“Und jetzt lassen Sie uns gehen, wir haben ein Stück Weg vor uns.”



Wohin wird es den Haushalt jetzt verschlagen?

Sind überhaupt alle mit dem Angebot einverstanden?

Wieso ist Dr. Lachance so großzügig?

Und ist der überhaupt ein echter Wissenschaftler?


Wir werden sehen…

 

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